Sonntag, 24.09.2017 23:13 Uhr
Unser Dorf hat Zukunft

Zurück zu alter Stärke

Am Montagmorgen gab die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier die Gewinner des Gebietsentscheids des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft 2015“ bekannt. Darunter auch Schmißberg.

vom 13. Juli 2015

Vermutlich hat am Montamorgen kein Schmißberger etwas anderes im Kopf gehabt, als die Tatsache, dass die ADD die Ergebnisse des Gebietsentscheids des Bundeswettebwerbs Unser Dorf hat Zukunft 2015 bekannt gibt. Die Spannung war am Gipfel angelangt, als die Behörde gegen 10 Uhr auf ihrer Internetseite bekannt gab, dass Schmißberg Platz drei belegt und sich damit für die nächste Runde im Bundeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft qualifiziert hat. Die Nachricht verbreitete sich in Schmißberg wie ein Lauffeuer. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Ortsbürgermeister Adolf Schuch zigmal angerufen. Der fing daraufhin, überwältigt von dem Erfolg, gleich an die Bushaltestelle zu streichen – so sieht Freudenjubel in Schmißberg aus.

 

Die Teilnehmer wurden, wie auch schon im Kreisentscheid, in Haupt- und Sonderklasse unterteilt. Zu Erinnerung: In die Hauptklasse werden die Gemeinden eingeteilt, die zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilnehmen. In die Sonderklasse sind jene Gemeinden, die schon öfters teilgenommen haben (Hier belegte die Hochwald- und Nationalparkgemeinde Schwollen den zweiten Platz). Schmißberg trat in der Hauptklasse an und belegte dort, nach den Ortsgemeinden Saarburg-Kahren (Landkreis Trier-Saarburg) und Reil an der Mosel (Landkreis Bernkastel-Wittlich), den dritten Platz.

 

In ihrer Begründung lobt die Kommission das Zusammenspiel und die Mischung zwischen Jung und Alt im Gemeinderat. Auch der ehrenamtliche „Wirtedienst“ war für die Kommission von überragender Bedeutung. Daneben spielte auch der aufblühende Tourismus sowie die Internetseite der Gemeinde Schmißberg eine Rolle. Fast „aus dem Häuschen“ war die Kommission bei ihrem Besuch von der Tatsache, dass in Schmißberg pro Tag 18 Mal der Bus hält. Kein Wunder also, dass auch dies ein Grund für die positive Bewertung und Entscheidung war.

 

Ebenso beeindruckt war die Kommission von der Tatsache, dass es in Schmißberg keinen Gebäudeleerstand gibt. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Schmißberg hat in der Vergangenheit bewusst kein Neubaugebiet ausgewiesen, um der Leerstandsproblematik innerorts aktiv entgegenzuwirken.“ Auch das Schmißberg keine Schulden habe, sei ein zu würdigendes Alleinstellungsmerkmal, so die ADD Trier.

 

Und natürlich stimme auch das Ortsbild: Überall ist es grün und es fließt Wasser aus gleich drei Brunnen. Das sei ein Zeichen von Vitalität, so die Jury. Der neu gestaltete Ortsmittelpunkt rund um das umgebaute, ehemalige Schlachthaus sei ebenso ein gutes Beispiel dafür, dass die Ortsentwicklung in Schmißberg in vollem Gange ist.

 

Kaum also, nach dem die Anspannung der Schmißberger abgefallen war, dürfte sie sich jetzt wieder auf den Weg in Richtung Gipfel machen. Denn mit dem dritten Platz, hat sich die Ortsgemeinde für den Landesentscheid qualifiziert. Am 3. September wird erneut eine Kommission Schmißberg begutachten. Und dann heißt es wieder einmal warten und hoffen, dass der Kommission Schmißberg genau so gut gefällt, wie all den Menschen die in Schmißberg leben. Sollte dies der Fall sein, dann würde Schmißberg nach 1969 und 1982 zum dritten Mal in seiner Geschichte den Landesentscheid in Rheinland-Pfalz gewinnen und unter Umständen sogar in das Finale des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ einziehen.

 

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